Lenovo Thinkpad X240 Display Upgrade

Endlich vernünftig arbeiten.

Bei diesem Artikel geht es darum, dass mir das Display in meinem Alltagsnotebook seit längerer Zeit nicht das bietet, was ich mir von heutigen Displays erhoffe. Kurz gesagt, bis dato war in dem Gerät ein TN-Panel verbaut, mit einer Auflösung von 1366×768 Pixeln. Bei all dem Retina- und High-PPI-Getue ist das nicht wirklich Konkurrenzfähig. Der Blickwinkel ist absolute Grütze, sodass man jedes mal das halbe Notebook drehen muss, sobald jemandem etwas gezeigt werden soll und wenn man mal mit dem Zug unterwegs war, war es auch immer ratsam, sich einen Sitzplatz ohne Sonne zu suchen, das die Helligkeit auch nicht das gelbe vom Ei war. All das waren Gründe für mich, mich einmal darüber aufzuregen, ein gebrauchtes anstatt neues Notebook gekauft zu haben und mich auf die Suche nach einem Ersatzdisplay zu machen. Nach längerem Hin und Her, bin ich nicht wirklich fündig geworden, welches Display gekauft werden sollte. Fest stand nur, dass ein Austausch kein Problem darstellen sollte – vorausgesetzt man hat das korrekte Display.

Am Ende meiner bin ich bei eBay auf ein FullHD-IPS Display gestoßen, zum Kostenpunkt von 95€. Ich habe dann trotzdem noch eine Weile gewartet, da sich die Prüfungsphase mal wieder näherte. Danach war das Bestellen ein leichtes und dank des schnellen Versandes, war es auch schon am nächsten Tag bei mir. Nun kann ich endlich das Display tauschen! Da ich keine Anleitung oder auch nur Bilder gefunden hatte, wie sich der Displaywechsel gestaltet, will ich dies auf dieser Seite zeigen.

Das ist das gute Stück. Aktuell mit folgenden technischen Daten:

  • Intel Core i5 @ 1,7 GHz
  • 8 GB LPDDR3 Arbeitsspeicher
  • 256 GB M.2 SSD für das System
  • 2 TB 2,5″ HDD für Daten
  • WLAN AC und Bluetooth 4.0
  • einem 2 Ah internem Akku
  • 2 hotswapfähigen Akkus mit 2 Ah und 4 Ah
  • und dass alles serviert mit den üblichen Schnittstellen

Und bald ist auch das 12,5″ FullHD-IPS Display eingebaut. Los geht’s mit dem Displaytausch.

Beim ersten Schritt, welcher das entfernen der Displayblende ist, waren mir die von iFixit bekannten Plastiköffner eine große Hilfe. Im Gegensatz zu Metall hinterlassen sie nämlich keine bleibenden Spuren. Der Trick um die Blende ohne Brüche zu entfernen bestand darin, mit Hilfe des Öffners die „Plastikwiderhaken“ einfach nach innen zu drücken. Der Kunststoff ist relativ biegsam, sodass nichts bricht. Sobald die Blende entfernt ist, lässt sich das Display einfach nach vorne klappen. Es sind keine weiteren Halterungen vorhanden. Ich den Anschluss des Displays als Bild festgehalten, da dieser nirgends zu finden war. In der Beschreibung des neuen Displays stand, dass es sich um einen eDisplayport mit 30 Pins handelt, jedoch habe ich nichts über das Originaldisplay und seine Anschlüsse gefunden. Altes Display abgesteckt und das neue angeschlossen - da kann man nicht viel falsch machen.

Der Displaywechsel ist also wirklich einfach! Neues Display angeklemmt und schnell einen Funktionstest gemacht um zu verifizieren, dass auch alles geht. Anschließend noch die Blende wieder drauf gedrückt und dann war es das schon.

Zum Schluss noch ein kleines Fazit. Dieser Artikel wurde direkt auf dem neuen Display geschrieben. Der Blickwinkel ist so wie er bei einem IPS-Panel sein soll. Das neue Display ist einfach doppelt so hell und der Stromverbrauch ist bei meinen Helligkeitseinstellungen, so wie ich sie normal nutze auch nicht gestiegen – was mich wirklich am meisten freut, da ich sehr viel Wert auf die Akkulaufzeit eines Notebooks lege. Zum Preis von 95€ hat sich das wirklich gelohnt, zumal ich jetzt noch ein Ersatzpanel habe falls mal was passiert. Die nächste Baustelle ist vermutlich die Fehlkonstruktion „Clickpad“ gegen ein vernünftiges Touchpad zu tauschen – aber das ist eine andere Geschichte. Für die Interessierten hier noch der Link zum verwendeten Display: Lenovo ThinkPad X240 20AL00C6MZ LCD Display Bildschirm 12.5″ FHD IPS

 
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